Verbraucherzentrale rät zum Tagesgeldkonto anstelle des Sparbuchs
veröffentlicht: 13.06.2008
Tagesgeld erfüllt gleich mehrere Wünsche von Sparern: Es ist flexibel, weil die die Bedingungen keine Fristen vorsehen, es ist kostenlos und bringt eine vergleichsweise hohe Rendite von durchschnittlich vier Prozent im Jahr bei absoluter Sicherheit. Doch wofür sparen die Deutschen überhaupt und nutzen sie angesichts der vielen Vorteile überhaupt ein Tagesgeldkonto? Eine Umfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen ergab jetzt, dass die meisten – 63,5 Prozent – ihr Geld für eine Einkaufstour zur Seite legen. Die Altersvorsorge ist mit 61,9 Prozent auf Platz zwei zurückgefallen.
Bei der Anlageform sollte man davon ausgehen, dass Tagesgeld inzwischen ganz weit vorne rangiert. Aber weit gefehlt, 54,4 Prozent setzen immer noch auf die Tradition und deponieren ihr Geld auf einem Sparbuch. Thomas Bieler, Experte für Geldanlagen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, bringt die Nachteile in recht deutlichen Worten auf den Punkt: „Wer sein Geld auf einem klassischen, niedrig verzinsten » Sparbuch anlegt, vernichtet Geld.“ Die Verzinsung sei nicht einmal in der Lage, die derzeitige Inflation auszugleichen, was unter dem Strich dazu führe, dass die Geldanlage kontinuierlich an Wert verliere. Als weitaus lukrativer bezeichnet die Verbraucherzentrale das Tagesgeld. Je nach Bank und auch abhängig davon, ob man Neukunde ist, könnten mit einem Tagesgeldkonto aktuell Zinssätze von teilweise über 5,0 Prozent erreicht werden.
A. Maßmann
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