Einlagensicherung beim Tagesgeld beachten
veröffentlicht: 27.06.2008
Kunden, die sich für ein Tagesgeldkonto entscheiden, profitieren im Moment vor allem von den Bemühungen ausländischer Banken, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Eines der Unternehmen, das dabei mit besonders hohen Tagesgeldzinsen von sich reden macht, ist die isländische Bank Kaupthing Edge. Sie bietet aktuell einen Zinssatz von 5,56 Prozent pro Jahr aufs Tagesgeld und liegt damit über einen Prozentpunkt über dem das, was am Tagesgeldkonto-Markt üblich ist. Vielen sind derart hohe Zinsen suspekt. Sie fürchten vor allem, dass ihr Kapital nicht sicher genug ist. Daher wird grundsätzlich empfohlen, sich bei allen Anlageformen über die » Einlagensicherung zu informieren.
Max Herbst von der Finanzberatung FMH aus Frankfurt, sagt dazu: „Bis zu einer Anlagesumme von 20.000 Euro muss man keine Angst haben.“ Bis zu diesem Betrag seien die Einlagen bei fast allen Tagesgeldangeboten aus dem Ausland gesichert. Bei Ehepaaren seien es bis zu 40.000 Euro, da der Betrag je Person gelte. Die EU schreibe per Richtlinie für Beträge bis maximal 20.000 Euro eine gesetzliche Einlagensicherung von 90 Prozent vor. In den meisten Ländern seien es ohnehin 100 Prozent und das teils auch für weitaus höhere Summen. Bei Kaupthing Edge sorge die isländische Einlagensicherung bis zu 20.887 Euro für einen 100prozentigen Schutz des Kapitals.
Wer höhere Beträge auf einem Tagesgeldkonto anlegen möchte, solle sich vorher genau informieren, wie die Einlagen gesichert sind. Reicht der Schutz bei dem bevorzugten Tagesgeld-Anbieter nicht für die vorgesehene Summe, rät der Finanzberater, sich besser nach einer Alternative umsehen. Das gelte auch für Tagesgeld-Offerten, die sich als reines Lockvogel-Angebot entpuppten.
A. Maßmann
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