Fünf Prozent Tagesgeldzinsen sind keine Seltenheit mehr
veröffentlicht: 9.09.2008
Die Zeiten für Anleger könnten besser nicht sein. Die Banken lassen nichts unversucht, ihre Statistiken und Bilanzen zu verbessern. Was liegt da näher, als viel zu bieten – sprich: Die Zinsen für Fest- und Tagesgeld bis an die interne Schmerzgrenze zu hieven. Wer sich vor ein paar Jahren, in der Anfangszeit der Tagesgeldkonten, noch über 2,5 oder sogar drei Prozent freute, darf aktuell mit fünf und mehr Prozent rechnen. Selbst die » » ING-DiBa, Pionier des Tagesgelmarktes und sonst eher zurückhaltend mit Zinsanhebungen, legt nun nach. Jeden neuen Euro, der auf das Extra-Konto eingezahlt wird, verzinst die Bank mit 5,0 Prozentpunkten. Das gilt vom 1. September bis zum 31. Dezember. Kapital, das vorher schon auf dem Tagesgeldkonto angelegt war, bringt nach wie vor 3,5 Prozent pro Jahr.
Neukunden sollten sich im Moment ohnehin nicht mit Offerten zufrieden geben, die deutlich unter der magischen Fünf-Prozent-Marke liegen. Im Tagesgeldvergleich von Focus Money Online zeigt sich, was derzeit möglich ist. So steht die Advanzia Bank seit Monaten auf dem ersten Platz. Sie gewährt bis Ende September sechs Prozent bei einer Mindesteinlage von 5.000 Euro und einer » Einlagensicherung von maximal 20.000 Euro – was für viele Sparer schon ein Grund zur Disqualifikation wäre. Den zweiten Rang belegt die isländische Kaupthing Edge mit 5,65 Prozent (5,1 % Basis- und 0,55 % Bonuszinsen). Die » Netbank ist auf Platz zwei mit 5,1 Prozent für alle Onlinekunden. Ebenfalls sehr gut liegen die » 1822direkt, Comdirect und GE-Moneybank, die allesamt mindestens fünf Prozent auf das Tagesgeld zahlen.
A. Maßmann
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