Die Finanzkrise hat auch positive Seiten: Die Zinsen für Tagesgeld steigen
veröffentlicht: 23.09.2008
Während die Finanzkrise sich ausweitet und für immer mehr Verunsicherung sorgt, können Sparer richtig Kasse machen. Um Engpässe zu umschiffen und ihre Reserven aufzufüllen, halten sich Banken vermehrt an die Kunden. Selbst Kleinsparer werden interessant. Spiegel dieser Entwicklung sind die Zinssätze für Fest- und Tagesgeld. Seit Beginn der Krise haben sie deutlich angezogen. Die Leitzinserhöhung hat sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen. Doch die leeren Kassen dürften sich als der wichtigere Grund erweisen, warum viele Kreditinstitute in den sauren Apfel beißen und höhere Zinsen auf Tagesgeld bieten. Experten gehen davon aus, dass der Trend noch ein wenig anhalten wird.
So hat die deutsche Niederlassung der niederländischen » Credit Europe Bank zum 17. September deutlich nachgelegt. Neukunden, die sich für ein Tagesgeldkonto entscheiden, erhalten jetzt 5,75 Prozent Zinsen pro Jahr. Das Angebot gilt ab dem ersten Euro, wenn das Konto online oder per Telefon geführt wird. Bearbeitungsgebühren stellt die Bank nicht in Rechnung. Sicherheit soll das niederländische Einlagensicherungssystem bieten, das bis zu 20.000 Euro 100 Prozent abdeckt, bis 40.000 Euro sind es 90 Prozent mit einer Garantie auf 18.000 Euro. Für Tagesgeldkonten, die in der Zeit vom 28. August bis zum 17. September eröffnet wurden, gelten nach wie vor 4,5 Prozent. Sollte das Konto schon vor dem 28. August bestanden haben, gibt es vier Prozent Tagesgeldzinsen.
A. Maßmann
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