Viele Bankberater hören nicht auf die Wünsche ihrer Kunden
veröffentlicht: 17.11.2008
Selbst angesichts von Finanzkrise und Rezession scheinen viele Bankmitarbeiter nicht dazugelernt zu haben und setzen nach wie vor auf riskante Anlagen. Die Verbrauchersendungen Markt und WDR 2 – Quintessenz testeten die Beratungsleistung von 20 Banken in Dortmund und Krefeld. Dabei achteten sie vor allem darauf, welche Investments empfohlen werden. Ausgangslage waren 30.000 Euro aus einer Erbschaft, die sicher angelegt werden sollten – sprich, die Kunden wünschten keinerlei Risiko.
Ideal wären in dem Fall Fest- und Tagesgeld bei einer Bank, die einem der deutschen Einlagensicherungssysteme angeschlossen ist. Doch nur drei von 20 Beratern legten den Testkunden diese Anlageformen ans Herz. Dabei zeichnen sich sowohl das Festgeld- als auch das Tagesgeldkonto dadurch aus, dass die Einlagen selbst bei einer Bankpleite sicher sind. Verluste oder Einbußen müssen Kunden nicht befürchten. Stattdessen warben die Banker für Fonds und Zertifikate, die weder eine sichere Rendite garantieren, noch über die nötigen Sicherungsanker verfügen. Ob dieses Vorgehen mit einer höheren Provision zusammenhängt, sei dahingestellt. Wenn Kunden eine sichere Anlage wünschen, sollte auch in diesem Sinne beraten werden.
A. Maßmann
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