Experten sehen den Leitzins im Februar stabil bei 2,0 Prozent
veröffentlicht: 2.02.2009
Am Donnerstag stellt die Europäische Zentralbank wieder die Weichen für Anleger und Kreditinteressenten, indem sie über den » Leitzins in der Eurozone berät. Analysten führender Bankhäuser erwarten in diesem Monat noch keine weiteren Veränderungen. Sie sehen den Leitzins laut Umfrage der Financial Times Deutschland zumindest im Februar noch stabil bei 2,0 Prozent. Im Laufe des Jahres werde der Zins aber, so die einhellige Meinung, deutlich gesenkt. Wie weit der Leitzins absacken wird, auf 1,0 Prozent oder noch weniger, darüber kann allerdings nur spekuliert werden.
Die Auswirkungen des niedrigen Zinssatzes bekommen Kunden, die ihr Kapital auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben, erst nach und nach zu spüren. Viele Banken haben sich Zeit damit gelassen, ihre Zinskonditionen anzupassen. Die » Netbank bietet jetzt 3,8 Prozent. Vorher waren es 4,5 Prozent. Bei der Kreissparkasse Köln wurde der Tagesgeldzins von 3,0 auf 2,0 Prozent korrigiert. Im Schnitt bringt Tagesgeld – ab einer Summe von 5.000 Euro – nicht mehr 3,6 Prozent wie noch vor wenigen Monaten, sondern hat sich bei 3,0 Prozent eingependelt. Und wie es Durchschnittswerte so an sich haben, gibt es immer ein paar Ausreißer nach oben und unten. Bei den Angeboten, die trotz Niedrigzinsphase eine hohe Rendite auf dem Tagesgeldkonto versprechen, handelt es sich in der Regel um Lockangebote. Sie gelten entweder nur unter gewissen Voraussetzungen und für einen fest umrissenen Zeitraum Oder es sind Offerten von Banken, die nicht unter die Garantieerklärung der Bundesregierung fallen, weil sie keinem der deutschen Einlagensicherungssysteme angehören.
A. Maßmann
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