Tagesgeld bringt im Schnitt 2,63 Prozent
veröffentlicht: 24.02.2009
Der Wunsch, möglichst hohe Zinsen aufs Tagesgeld zu bekommen, ist ausgeprägt wie eh und je. Anbieter, die deutlich über dem aktuellen Niveau liegen, müssen also mit einer entsprechend großen Nachfrage rechnen. Bei einigen Autobanken hat das bereits dazu geführt, dass sie die Segel streichen und die Annahme von Neuverträgen stoppen mussten. Nun hat es die Accessio-Bank erwischt. Sie bot bei ihrem Tagesgeldkonto 6,5 Prozent Zinsen und lag damit unangefochten an der Spitze sämtlicher Tagesgeldvergleiche. Da der Posteingang die Kapazitäten bei Weitem überstieg hat man auch hier die Notbremse gezogen. Der Finanzdienstleister FMH geht davon aus, dass es Wochen, wenn nicht gar Monate dauert, bis Accesio wieder neue Kunden zulässt – dann allerdings zu einem deutlich schlechteren Tarif.
Denn mit ihren 6,5 Prozent lag die Accesio-Bank schon sehr deutlich über dem Durchschnitt. Und der sackt Monat für Monat weiter ab. Aktuell liegt er beim » Festgeld bei rund 2,64 Prozent. Auf Tagesgeld gibt es Schnitt 2,63 Prozent. Noch im vorigen Jahr lächelte man müde über Banken, deren Tagesgeldkonten mit weniger als 4,0 Prozent verzinst wurden. Bei den Angeboten, die derzeit noch bei knapp fünf Prozent liegen – darunter die GE Money Bank und die » Credit Europe Bank – sollte man allerdings beachten, dass dieser Zinssatz nur beschränkt gültig ist und danach ebenfalls an den » Leitzins der Europäischen Zentralbank angepasst werden dürfte. Ebenso wichtig ist es, bei den Hochzinsofferten auf die genauen Konditionen zu achten: Sie gelten oft nur für Neukunden oder bieten keine 100prozentige Absicherung des Kapitals.
A. Maßmann
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