Positives Signal für die deutschen Kunden der Kaupthing Bank
veröffentlicht: 24.04.2009
Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) in dieser Woche unter Berufung auf einen Textentwurf der Kaupthing Bank berichtet, können die deutschen Kunden des isländischen Kreditinstitutes endlich aufatmen. Es sei nun genug Kapital vorhanden, um die Rückzahlung der Einlagen und der bis zum 9. Oktober vorigen Jahres erwirtschafteten Zinsen einleiten zu können. Benötigt werden rund 308 Millionen Euro. Das Schreiben, das auf der Internetseite der Bank veröffentlicht werden soll, wird sicher keine Begeisterungsstürme auslösen. Die rund 30.000 Kunden aus der Bundesrepublik wurden schon zu oft vertröstet, dass sie ihr Kapital zurück erhalten, und sind daher eher kritisch. Angelegt hatten die Sparer ihr Geld auf hoch verzinstem Tagesgeld und Festgeld.
Möglich werde die Rückzahlung, weil ein Teil des Vermögens liquidiert worden sei. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitierte die isländische Premierministerin Johanne Sigurdardottir: „Es ist nun klar, dass das Vermögen von Kaupthing ausreicht, um die Konten der deutschen Sparer abzuwickeln.“ Bisher war es immer wieder zu Komplikationen und damit nur stockenden Gesprächen zwischen den beiden Regierungen, der Bank und der Finanzaufsicht gekommen. Ungeklärt ist auch die Rolle der DZ Bank, die Clearingpartner der Kaupthing Bank war. Sie hat 55 Millionen Euro an Spareinlagen eingefroren. Zu Unrecht, sagen die Isländer. Ein Rechtsstreit vor Gericht scheint damit unausweichlich, soll auf die Rückzahlung aber keinerlei Auswirkungen haben.
A. Maßmann
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