Tagesgeld bringt im Schnitt 1,75 Prozent Zinsen
veröffentlicht: 22.05.2009
Der niedrige » Leitzins und die inzwischen etwas bessere Lage am Geldmarkt machen sich für Sparer in Euro und Cent bemerkbar – leider auf negative Weise. Wurde vor einigen Wochen noch mit aller Macht um Kleinanleger gebuhlt und blieben die Tagesgeldzinsen so lange wie möglich auf einem vergleichsweise hohen Niveau, ist damit jetzt wohl endgültig Schluss. Nach und nach senken nahezu alle Banken die Zinsen für Tagesgeld. Laut Aussage der Finanzberatung Max Herbst liegt der Durchschnittswert aktuell bei 1,75 Prozent. Noch im Herbst vergangenen Jahres konnten Kunden bei einem Tagesgeldkonto das Doppelte und mehr erwarten. Im Moment muss man schon froh sein, wenn noch eine zwei vor dem Komma steht – zumindest als Bestandskunde. Neukunden können teilweise, wie bei der » Comdirect Bank, auch noch 4,0 Prozent verdienen. Oder man richtet den Blick gen benachbartes Ausland und eröffnet ein Tagesgeldkonto in Schottland oder bei einer niederländischen Bank.
Doch auch bei der NIBC Direkt aus Holland zeigt der Pfeil bei den Zinsen nach unten. 4,0 Prozent standen bislang in den Prospekten. Seit dem 20. Mai gibt es immerhin noch 3,8 Prozent. Die niederländische » Einlagensicherung deckt 100.000 Euro ab, was für die meisten Sparer ausreichend sei sollte. Die Sicherheit der Einlagen bei der » Mercedes Benz Bank liegt zwar um einiges höher, dafür sind die Zinsen auch deutlich niedriger. Sie wurden ebenfalls zum 20. Mai neu kalibriert. Onlinekunden erhielten vorher 2,4 Prozent. Jetzt sind es noch 1,9 Prozent per annum. Die Standardkontoführung brachte 2,2 Prozent und liegt nun bei 1,7 Prozent pro Jahr – bei monatlicher Zinsgutschrift.
A. Maßmann
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