Tagesgeld als Vorsorge
veröffentlicht: 25.05.2009
Dass die Zinssätze für Tagesgeld im Keller oder zumindest auf dem besten Weg dorthin sind, ist längst keine Neuigkeit mehr, sondern bestimmt schon seit Wochen die Medienlandschaft. Die Frankfurter Rundschau titelt „Hochzinsland ist abgebrannt“. Bei RP online lautet die Schlagzeile „Schlechte Zeiten für Sparer – Zinsen niedrig wie selten“. Doch was heißt das letztlich für Anleger? Sollten sie einen großen Bogen um Tagesgeld machen und auf Fonds setzen? Vermutlich käme man vom Regen in die Traufe. Mit durchschnittlich 1,75 Prozent, teils werden auch 1,87 Prozent genannt – ermittelt von der Finanzberatung Max Herbst – ist beim Tagesgeld sicherlich nicht viel zu holen. Dafür weiß man aber, was man hat.
Besser wird es aus Sicht der Experten leider auch nicht werden. Sie gehen davon aus, dass die Guthabenzinsen auf dem Tagesgeldkonto oder dem » Sparbuch sich in naher Zukunft nicht erholen werden, sondern weiter absacken. Deshalb raten sie, jetzt zuschlagen, wo es noch zu guten Konditionen möglich ist. Denn eines darf man trotz des Ärgers über niedrige Zinsen nicht aus den Augen verlieren: Tagesgeld ist sicher und risikolos, wenn man sich an Angebote mit einer soliden » Einlagensicherung hält. Zudem können Neukunden bei einigen Banken wie der comdirect noch ordentlich Zinsen machen, zumindest für kurze Zeit. Wie wichtig Verbrauchern die Sicherheit ist, beweist eine Umfrage der Ärzte-Zeitung zur Vorsorge bei Medizinern. Sie setzen zu fast 50 Prozent auf sichere Anlagen wie Fest- und Tagesgeld. Damit liegen sie laut Bundesbank „voll im Trend“.
A. Maßmann
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