Experte empfiehlt unkomplizierte Lösungen bei der Geldanlage
veröffentlicht: 10.08.2009
Geld anzulegen erweist sich in der heutigen Zeit häufig als Würfelspiel mit ungewissem Ausgang. Viele verlassen sich blind auf das, was der Berater bei der Bank empfiehlt und in höchsten Tönen lobt. Das Problem: Kaum jemand versteht, was ihm da vorgelegt wird. Der Finanzexperte Martin Weber fordert daher in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ ganz klar, schon in der Schule Geld und Kapitalanlage zu thematisieren, um zumindest das nötige Grundwissen zu erhalten. Eine der „Oma-Weisheiten“ des Experten lautet dabei: „keine hohe Rendite ohne entsprechend höheres Risiko“. Er setzt gerade bei Sparern, die vergleichsweise geringe Summen investieren wollen, auf unkomplizierte Lösungen.
Tagesgeld gehört dabei sicherlich zu den Lösungen, die am wenigsten Fachwissen verlangen – abgesehen von der besagten „Oma-Weisheit“. Denn auch bei Tagesgeldangeboten sollte man die Augen offen halten. Als Negativbeispiel muss hier wieder einmal die Kaupthing Bank herhalten. Sie hat beim Tagesgeldkonto und der Festgeldanlage viel versprochen und anschließend viel verbrannte Erde hinterlassen. Seither wird mehr auf eine solide » Einlagensicherung geachtet und nicht nur der Tagesgeldzins in den Mittelpunkt gestellt. Bei der » 1822direkt hat man beides: 100prozentige Absicherung und hohe Zinsen. 2,75 Prozent p.a. gibt es bis 10.000 Euro. Sie setzen sich aus 1,3 Prozent Basisverzinsung und 1,45 Prozent Zinszuschlag zusammen, der bis zum 31. Oktober garantiert wird und für alle Kontoeröffnungen gilt, die nach dem 16. Juli 2009 erfolgt sind. Eine gute Verzinsung gibt es auch bei der » Bank of Scotland, die derzeit 3,0 Prozent per annum bietet. Die Einlagensicherung umfasst allerdings maximal 50.000 Britische Pfund.
A. Maßmann
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