Kunden ärgern sich über die Zinspolitik der Banken
veröffentlicht: 20.08.2009
Wenn Bankkunden sich derzeit ärgern, hat das einen guten Grund: Bei sämtlichen Formen der Geldanlage, ob » Festgeld oder Tagesgeldkonto, wurde der niedrige » Leitzins der Europäischen Zentralbank – 1,0 Prozent – sofort zum Anlass genommen, die Konditionen für Spareinlagen anzupassen. Die Auswirkungen zeigen sich aktuell recht deutlich, wenn man beispielsweise das Tagesgeld der » Bank of Scotland betrachtet, dessen Verzinsung von 3,0 auf 2,5 Prozent p.a. schrumpfte.
Damit, dass die Tagesgeldzinsen derzeit im Keller sind, könnte man leben. Ärgerlich ist, dass Banken bei Krediten, zu denen auch der ganz normale Dispositionskredit zählt, weiterhin kräftig die Hand aufhalten. Kaum ein Kreditinstitut hat die Zinsen in diesem Bereich merklich gesenkt. Zum Teil gab es sogar deutliche Aufschläge, trotz Leitzinssenkung. Verständnis muss man dafür nicht haben. Die Zeitschrift Finanztest spricht von einem „erschreckenden Bild“.
Freuen dürfen sich Anleger, die auf Tagesgeld und Festgeld setzen, über die Wertung der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie hat jüngst einen Ampelcheck für Geldanlagen vorgenommen. Das Heft darf nach einer einstweiligen Verfügung zwar nicht mehr vertrieben werden, weil sich Versicherungen gegen die Kritik an der Rürup-Rente zur Wehr setzen. Die staatlich geförderte Rente wurde mit „rot“ als „nicht empfehlenswert“ eingestuft. Produkte wie das Tagesgeldkonto und die Festgeldanlage hingegen sind „grün“ und gelten damit als ideal.
A. Maßmann
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