Leitzins bleibt trotz besserer Prognose bei 1,0 Prozent
veröffentlicht: 3.09.2009
1,0 Prozent – der » Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt auf dem Stand von Mai 2009. Darauf hat sich der EZB-Rat heute während seiner Sitzung in Frankfurt am Main geeinigt. Gründe dafür, dass der Basiszins für die Geldversorgung nicht angehoben wurde, sind Zweifel an der Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung und die niedrigen Inflationsraten. Die Währungshüter halten die Konjunktur noch für zu schwach, zeigen sich aber etwas optimistischer als vor einem Monat.
Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, erwartet eine „holprige Erholung“ und hält Vorsicht daher für angemessen. Gleichwohl wurde die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt 2009 von minus 5,1 bis minus 4,1 Prozent auf einen Wert von minus 4,4 bis minus 3,8 Prozent angehoben. Auch für das kommende Jahr hat der EZB-Rat die Erwartungen ein wenig nach oben geschraubt: auf minus 0,5 bis plus 0,9 Prozent. Ausgegangen war man bislang von minus 1,0 bis plus 0,4 Prozent.
Die Hoffnung der EZB ruht darauf, mit dem niedrigen Leitzins Kredite zu verbilligen und die Wirtschaft anzuschieben. Für Anleger heißt das: Sie werden bei Tagesgeld und » Festgeld vorerst wohl weiter mit einer eher mageren Rendite Vorlieb nehmen müssen.
A. Maßmann
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