Tagesgeld ist besser als Zinsangebote mit Nebenbedingungen
veröffentlicht: 8.10.2009
Das Angebot kling verlockend: Je mehr Tore ein Fußballverein schießt, desto mehr Zinsen gibt es. Ein Beispiel hierfür ist die von der Hypovereinsbank beworbene FC Bayern Sparcard. Laut Stiftung Warentest würde selbst bei einem Titelgewinn der Bayern und einem Anlagebetrag von 5.000 Euro unter dem Strich nur eine Rendite von 1,5 Prozent stehen. Nicht viel besser sind die Benzin-Sparbücher von zwei Genossenschaftsbanken aus Thüringen. Sie orientieren sich bei der Verzinsung an den Spritpreisen. Ein Blick auf die vergangenen Jahre beweist: Die Kunden sind mit maximal 1,2 bis etwas über 2,0 Prozent im Jahr dabei. Da bieten viele Tagesgeldkonten deutlich mehr Zinsgewinn.
Nebenbedingungen wie Tore, Preise oder Indizes machen diese Sparangebote zum reinen Glücksspiel. Ob es sich überhaupt rentiert, hängt nicht nur davon ab, wie ein Verein spielt oder was der Tankwart verlangt, sondern in erster Linie von der Basisverzinsung. Sie sollte, so die Stiftung Warentest, möglichst hoch sein, damit ein solider Zinssatz erreicht wird. Hinzu kommt die Laufzeit, die bei vielen dieser Angebote berücksichtigt werden muss. Beim Tagesgeld gibt es diese Einschränkungen nicht oder nur bedingt, zum Beispiel bei einem Tagesgeldkonto, das an die Nutzung eines Depots geknüpft ist.
A. Maßmann
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