Sparquote liegt voraussichtlich bei 11,2 Prozent
veröffentlicht: 15.10.2009
Passend zum bevorstehenden Weltspartag (30. Oktober) hat der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die Ergebnisse seiner Studie zum Thema Sparen vorgestellt und zeigt sich mit dem Ergebnis recht zufrieden. „Wir erwarten, dass die Sparquote, also der Anteil der Ersparnis am verfügbaren Einkommen, in 2009 wie im Vorjahr 11,2 Prozent betragen wird“, erklärt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des BVR. In Zahlen ausgedrückt: Die Deutschen haben 180 Milliarden Euro gespart und ihr Geldvermögen um 4,6 Prozent gesteigert.
Die positive Entwicklung in diesem Jahr wird mit der leichten Entspannung an den Finanzmärkten erklärt. 2008 mussten die Bundesbürger noch einen Verlust von durchschnittlich 3,1 Prozent hinnehmen. Das führte dazu, dass viele ihre Geldanlage neu ordneten. Gefragt waren vor allem sichere und liquide Anlagen, nicht zuletzt, weil die Bundesregierung im Oktober 2008 eine Garantie für die Sicherheit von Spareinlagen übernommen hat.
Bei den Termingeldern lag der Zuwachs bei 77,3 Milliarden Euro. Doch auch Sichtguthaben, zu denen das Tagesgeldkonto gehört, legten mit 46,2 Milliarden Euro deutlich zu. Die Verschiebung von Termingeldern hin zu Tagesgeld und Girokonto, die 2009 eingesetzt hat, hängt laut BVR mit der drastischen Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank zusammen.
A. Maßmann
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