Tagesgeld bringt im Schnitt 1,32 Prozent Zinsen p.a.
veröffentlicht: 4.11.2009
Die Zahlen, die von der FMH-Finanzberatung regelmäßig für Tages- und » Festgeld präsentiert werden, entlocken Sparern schon seit Monaten keine Jubelschreie mehr. Durchschnittlich 1,32 Prozent p.a. gibt es aktuell für Tagesgeld. Bei der Festgeldanlage sieht es noch schlechter aus. Anleger erwirtschaften bei einer Laufzeit von drei Monaten nur rund ein Prozent Zinsen im Jahr. Es scheint fast so, als würde sich die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank erst jetzt mit voller Wucht auf die Sparguthaben der Verbraucher auswirken. Die Zinsen bewegen sich jedenfalls auf dem niedrigsten Niveau seit 20 Jahren.
Laut Financial Times Deutschland (FTD) haben Banken derzeit kaum Interesse an den Kundengeldern, weil sie sich das Kapital günstiger bei der EZB besorgen können. Das zeige sich recht deutlich an den Angeboten für Fest- und Tagesgeld. „In der Regel wird die Kundenakquise über die Konditionsgestaltung gesteuert“, erklärt Bankenexperte Herbert Apweiler. Wie solche Angebote aussehen, wenn kein Bedarf besteht, bewiesen die Festgeldzinsen von unter einem Prozent. In der Branche spricht man offen von „Abwehrkonditionen“. Statt an Anlegern sind die Banken vielmehr an Kreditnehmern interessiert. Deshalb verwundert es fast nicht, dass eine Kundin, die 30.000 Euro bei der Sparda Bank anlegen wollte, nicht einmal ein Angebot erhalten hat, sondern abgewiesen wurde. Das ist zwar eine Ausnahme, aber kennzeichnend für den aktuellen Trend.
A. Maßmann
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