Experten raten zur kurzfristigen Anlage mit Tagesgeld
veröffentlicht: 6.11.2009
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den » Leitzins zwar bei einem Prozentpünktchen. Gleichzeitig deutete EZB-Präsident Jean-Claude Trichet aber an, dass die Nothilfen zukünftig nicht mehr nötig seien. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Licht am Ende des Tunnels gesehen wird.
Mit der Entwicklung der Märkte innerhalb der vergangenen zwölf Monate zeigte sich Trichet jedenfalls recht zufrieden, wenngleich der Weg in die Normalität weiterhin holprig bleibe. Blickt man über die Grenzen Europas hinweg, stehen die Zeichen ebenfalls auf „Zuversicht“. Australien hat die Zinsen bereits angehoben. Südkorea steht kurz davor und Indien sowie der Rest Asiens werden vermutlich Anfang 2010 höhere Zinsen in Spiel bringen.
Dass man auch im Euroraum bald mit einem steigenden Leitzins rechnen kann, davon geht Bundesbankchef Axel Weber aus. Die Krise sei größtenteils überwunden. Um im Aufschwung keine Inflation zu riskieren, würden die Zinsen nach und nach wieder angehoben. Anlagespezialist Frank Naab rät daher: „Man sollte jetzt keine zu langfristigen Formen der Geldanlage wählen.“ Rund neun Monate müsse man noch mit niedrigen Zinssätzen leben. Kurzfristige Anlagen seien daher die bessere Wahl. Das zeigt sich bei den Konditionen für Fest- und Tagesgeld. » Festgeld bietet aktuell nur dann einen höheren Zins, wenn lange Laufzeiten gewählt würden, so Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Er rät daher zu einem Tagesgeldkonto. Die » 1822direkt biete bis zu 2,75 Prozent Zinsen p.a. und die » » ING-DiBa 2,5 Prozent.
A. Maßmann
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