Jeder dritte Deutsche baut auf Tagesgeld
veröffentlicht: 9.11.2009
Trotz augenscheinlicher Zinsflaute ist das Interesse an Tagesgeld ungebrochen: Jeder dritte Deutsche möchte sein Kapital laut einer GfK-Studie innerhalb der nächsten sechs Monate auf einem Tagesgeldkonto anlegen. Damit läuft es den anderen Spar- und Anlageformen ganz klar den Rang ab.
Von einer „vier“ vor dem Komma – wie noch vor rund einem Jahr – mussten sich Anleger zwar längst verabschieden und Besserung ist nicht Sicht, solange der » Leitzins im Keller bleibt. Doch das sei kein Grund, zu verzweifeln, sagt die „Welt“. Obwohl der Tagesgeldzins im Durchschnitt nur bei 1,3 Prozent p.a. liege – mit Ausnahmen wie dem Neukundenangebot der » 1822direkt mit 2,75 Prozent im Jahr – bleibe deutlich mehr vom Geld übrig. Die meisten Anleger würden die Teuerungsrate übersehen. Sie liege momentan bei 0,1 Prozent. „Das bedeutet: Von einem Tagesgeldzins in Höhe von zwei Prozent bleibt dem Anleger fast alles erhalten“, erklärt die „Welt“. Zu Hochzinszeiten mit 3,5 Prozent p.a. habe die Inflationsrate bei 2,6 Prozent gelegen und die Rendite schrumpfen lassen. Unter dem Strich sei Tagesgeld damit heute rentabler. Zudem könne mit einem Tagesgeldkonto sehr flexibel reagiert und stets in eine besser verzinste Anlage umgeschichtet werden.
A. Maßmann
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