Warum Frauen ihr Geld sicher anlegen
veröffentlicht: 27.11.2009
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat das Anlageverhalten von rund 8.000 Haushalten ausgewertet und dabei widerlegt, dass Frauen grundsätzlich weniger risikofreudig sind als Männer. Bestünden die gleichen finanziellen Voraussetzungen, würden beide gleichermaßen zu riskanten Anlageprodukten neigen.
Dass die meisten Frauen dennoch eher sichere Anlagen wie Tagesgeld und » Festgeld bevorzugten, liege schlichtweg daran, dass sie im Schnitt weniger verdienten und ein geringeres Vermögen hätten als Männer. Diese Diskrepanz – durchschnittlich 10.000 Euro beim Einkommen und 20.000 Euro beim Vermögen – sei der Hauptgrund dafür, dass Anlegerinnen sich in Zurückhaltung übten und ihr Geld lieber sicher investierten, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto.
Die Studie ergab, dass 38 Prozent der Frauen riskante Anlagen tätigen und das Kapital in Aktien oder Unternehmensanleihen stecken. Bei den Männern sind es 45 Prozent. Frauen schätzen sich selbst auch als weniger risikofreudig ein. Steige jedoch das Vermögen, wirke sich das direkt auf den Hang zum Risiko aus, unabhängig vom Geschlecht. Spezielle Anlageprodukte für Frauen seien daher absolut sinnlos. Ideal wären hingegen Produkte, die auf unterschiedliche Vermögenslagen abgestimmt seien.
A. Maßmann
»
Hier geht es zum Tagesgeldvergleich
»
zur nächsten Nachricht
» alle
Nachrichten
|