Tagesgeld mit ökologischem Hintergrund
veröffentlicht: 30.11.2009
Den meisten Sparern, die ihr Kapital als Tagesgeld oder auf einem Festgeldkonto investieren, ist es wohl egal, wie die Rendite erwirtschaftet wird. Hauptsache, die Verzinsung stimmt und der Gewinn wird pünktlich gutgeschrieben. Glaubt man den Marktforschern, ändert sich diese Einstellung auf lange Sicht und werden sich künftig deutlich mehr Anleger für Kreditinstitute mit sozial-ökologischer Ausrichtung entscheiden. Das Potenzial in Deutschland wird auf 6,6 Millionen Kunden geschätzt. Bis 2020 sollen es zehn bis zwölf Millionen sein. Ein großer Markt also, auf dem gleich zwei neue Anbieter Fuß fassen wollen.
Die Triodos Bank aus den Niederlanden wird ab dieser Woche in der Bundesrepublik aktiv. Nach Großbritannien, Spanien und Belgien soll nun auch in Deutschland das Konzept der Nachhaltigkeitsbank greifen. Insgesamt 200.000 Kunden zählt das niederländische Unternehmen bereits, das mit Tagesgeld, Krediten und Sparplänen auf sich aufmerksam machen möchte. Die Noa Bank mit belgischen Wurzeln ist seit November auf Kundenfang.
Dazu setzen beide Institute auf transparente Geldanlagen. Investiert wird in gesellschaftlich und ökologisch sinnvolle Projekte wie Windparks, Kulturzentren, Altenheime oder Ökobauernhöfe. Die Rentabilität steht dabei – wie bei konventionellen Banken – an erster Stelle. So hofft die Triodos Bank auf mindestens 25.000 Kunden in Deutschland. Die Gewinnschwelle soll in vier Jahren erreicht sein. Die Tagesgeldzinsen der Anbieter können sich jedenfalls sehen lassen: 2,2 Prozent p.a. bei der Noa Bank und 1,5 Prozent p.a. bei der Triodos Bank.
A. Maßmann
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