Flexibel dank Tagesgeld
veröffentlicht: 5.01.2010
1,27 Prozent p.a.: Mit diesem Durchschnittswert haben Tagesgeldzinsen momentan ein absolutes Rekordtief erreicht. Laut FMH Finanzberatung wurden die Zinssätze innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. Grund: Die Kreditinstitute können sich derzeit untereinander und bei der Europäischen Zentralbank sehr günstig Geld leihen – zu rund einem Prozent. Den Kunden für ihre Einlagen mehr zu zahlen, wäre für die Banken daher unrentabel.
An interessanten Angeboten für Tagesgeldkonten mangelt es trotzdem nicht. Die 1,27 Prozent p.a. geben schließlich nur ein grobes Bild von der aktuellen Marktlage. Bei der » 1822direkt erhalten Neukunden zum Beispiel nach wie vor bis zu 2,75 Prozent im Jahr. Auch die DAB Bank und die Santander Direkt Bank bieten laut Max Herbst von der FMH durchaus lukrative Konditionen. Allerdings muss bei der DAB ein kostenloses Depot eröffnet werden, um 2,5 Prozent im Jahr zu erhalten. Bei der Santander sind es aktuell 2,1 Prozent p.a. ohne Einschränkungen.
Der Vorteil von Tagesgeld: Das Kapital ist jederzeit verfügbar. Noch wird es zwar ein wenig dauern, bis die Zinssätze wieder anziehen – Experten rechnen damit, dass die Leitzinsen im Sommer steigen und dann auch Tagesgeld höher verzinst wird. Deshalb wäre es im Moment nicht ratsam, Geld für längere Zeit anzulegen. Besser ist es, von der Flexibilität eines Tagesgeldkontos zu profitieren und geduldig zu warten. Das gilt selbst dann, wenn die Zinsen in den kommenden Wochen und Monaten nochmals ein wenig nach unten sacken sollten.
A. Maßmann
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