Niedrige Inflationsrate macht Tagesgeld auch im Zinstief rentabel
veröffentlicht: 19.01.2010
Die niedrigen Zinsen, die derzeit für Tagesgeld gezahlt werden, mögen dem ersten Anschein nach nur eine magere Rendite versprechen. Blickt man allerdings ein wenig hinter die Kulissen und rechnet alle Faktoren ein, ergibt sich ein weitaus erfreulicheres Bild. Die Inflationsrate sackte 2009 mit 0,4 Prozent auf ein Zehn-Jahres-Tief. Dadurch werden Zinssenkungen beim Tagesgeld ausgeglichen und es bleibt unter dem Strich genauso viel über.
Auf diesen Zusammenhang weist aktuell die Zeitschrift „Finanztest“ hin. Zum Vergleich nennt sie die Zahlen für das Jahr 2008. Die Inflationsrate erreichte einen Wert von rund 2,6 Prozent, während beim Tagesgeldkonto über 4,0 Prozent zu Buche standen. Im Moment könne man mit einem Tagesgeldkonto etwa 2,3 Prozent Zinsen im Jahr erzielen – der Durchschnittswert liegt unter 1,3 Prozent.
Kunden, die eine Verzinsung von über drei Prozent anstreben, bleibt laut „Finanztest“ derzeit nur Festgeld. Davon raten die Experten allerdings ab, zumindest von allzu langfristigen Verträgen. Wie an dieser Stelle schon mehrfach empfohlen, halten auch die Tester Tagesgeld dank seiner Flexibilität für die beste Wahl, um auf weitere Zinsanpassungen reagieren zu können.
A. Maßmann
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