Bei Festgeld die Laufzeit berücksichtigen
veröffentlicht: 1.03.2010
Die Frage, ob und in welchem Umfang die Zinsen für » Festgeld in den kommenden Monaten steigen werden, kann derzeit niemand beantworten. Die Hoffnungen ruhen zwar auf einem höheren » Leitzins der Europäischen Zentralbank ab Mitte des Jahres, doch bis dahin vergeht noch viel Zeit. Wer sich jetzt also für eine Festgeldanlage entscheidet, sollte die Laufzeit gut überdenken. Das Kapital für mehrere Jahre anzulegen, birgt die Gefahr, nicht von Zinsanpassungen profitieren zu können. Doch ab wann lohnt es sich überhaupt, das Geld vorerst nur für einen kürzeren Zeitraum zu investieren? Die Antwort darauf liefert der sogenannte Gleichgewichtszins.
Zur Erklärung: Die höchsten Festgeldzinsen gibt es in der Regel für die längsten Laufzeiten. Angenommen für Festgeld über fünf Jahre werden 3,0 Prozent p.a. vergütet, ergäbe das bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro inklusive Zins und Zinseszins rund 11.593 Euro. Würde man die Laufzeit splitten und das Geld anfangs nur für zwei Jahre zu 1,5 Prozent p.a. anlegen, zeigt der Gleichgewichtszins, wie hoch der Anschlusszinssatz bei einer Wiederanlage für die restlichen drei Jahre sein müsste, um den gleichen Gewinn zu erzielen. In diesem Beispiel wären 4,1 Prozent nötig. Berechnet werden kann dieser Wert über Tools im Internet. Das ist recht hilfreich, wenn man sich nicht sicher ist, ob das Geld lang- oder aus Angst um ein steigendes Zinsniveau nicht doch lieber mittelfristig angelegt werden soll.
A. Maßmann
»
Hier geht es zum Tagesgeldvergleich
»
zur nächsten Nachricht
» alle
Nachrichten
|