Verbraucher setzen weiterhin auf Fest- und Tagesgeld
veröffentlicht: 12.03.2010
Die meisten Anleger und Sparer sind derzeit eher pessimistisch. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Union Investment. Das Unternehmen erkundigt sich seit 2001 quartalsweise danach, wie Verbraucher die aktuelle Finanzlage einschätzen. Im Moment überwiegt dabei die Sorge um die Ersparnisse. 58 Prozent befürchten, dass die Preise in den nächsten sechs Monaten deutlich steigen werden. Das ist der höchste Wert seit sechs Quartalen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2009 stieg die Angst vor einer höheren Inflation um stolze elf Prozent.
Das Anlageverhalten der Deutschen wird dadurch nur bedingt beeinflusst. Die Mehrheit, 78 Prozent, will das Spar- und Geldausgabeverhalten konstant halten. Dabei setzen viele auf Tagesgeld (57 Prozent) und » Festgeld (54), obwohl sie nicht davon ausgehen, dass die Zinsen für diese Produkte in der nächsten Zeit steigen. Dass Tagesgeldkonto und Festgeldanlage dennoch hoch im Kurs stehen, liegt am Misstrauen gegenüber zu hohen Renditeversprechen. Würden fünf bis sieben Prozent per annum beworben, hätten 30 Prozent der Umfrageteilnehmer Zweifel an der Seriosität des Angebotes. Generell zeige sich eine vergleichsweise hohe Risikoaversion der Anleger, trotz Schutzmechanismen und Transparenz, die auch bei Fonds gegeben seien.
A. Maßmann
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