Stiftung Warentest kritisiert comdirect Bank Tagesgeld
veröffentlicht: 20.04.2010
Die Stiftung Warentest spricht beim Tagesgeldkonto der » Comdirect Bank von einer „Zinserhöhung mit fadem Beigeschmack“. Der Anlass für diese Einschätzung liegt schon einige Zeit zurück. Die comdirect Bank hatte die Verzinsung beim Tagesgeld auf 2,1 Prozent p.a. angehoben. Der Zinssatz gilt allerdings nur bis zu einem Guthaben von 5.000 Euro. Darüber hinaus gibt 1,20 Prozent p.a. bis 30.000 Euro, 1,0 Prozent bis 50.000 Euro und bei höheren Beträgen lediglich 0,5 Prozent. Genau diese Zinstreppe stört die Tester. Sie sagen: „Der Zinsvorteil für die kleinen Beträge ist zu gering, um den Nachteil für höhere Summen aufzuwiegen“.
Im hauseigenen Vergleich der Zeitschrift „Finanztest“ wird das comdirect Bank Tagesgeldkonto deshalb auch gar nicht berücksichtigt. Sie listet nur Zinsangebote, die bis mindestens 20.000 Euro gelten. Damit legt man die Messlatte allerdings auch sehr hoch. Die Frage ist, wie viele Sparer tatsächlich mehr als 5.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto haben. Die Mehrheit dürfte mit den Konditionen sehr gut zurechtkommen. Sicherlich sind abgestufte Zinsangebote nicht optimal, aber genau dafür gibt es den Tagesgeldvergleich, um sich gegebenenfalls für einen anderen Anbieter zu entscheiden, der bei höheren Summen eine bessere Verzinsung bietet. Nicht vergessen werden sollte dabei die Einlagensicherung. Sie ist bei der comdirect Bank optimal gelöst. Das Unternehmen ist Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken.
A. Maßmann
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