Sparer wollen sich nicht lange binden
veröffentlicht: 25.06.2010
75 Prozent der Deutschen haben Angst vor einer Inflation und um die Stabilität des Euro. Auf die Wahl der Geldanlage wirken sich diese Befürchtungen jedoch kaum aus, wie eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes Puls unter 2.000 Männern und Frauen ergab. Lediglich 22 Prozent der Befragten planen, ihre Anlagestrategie neu auszurichten. Die Mehrheit (37 Prozent) will dabei vor allem auf das Tagesgeldkonto zurückgreifen. Dicht gefolgt von Investments in Immobilien (32 Prozent) und Edelmetalle (25 Prozent), die ebenfalls hoch im Kurs stehen. Dabei schätzen Männer vor allem Anlageformen, die als inflationssicher gelten, während Frauen auf das Sparkonto und Sparen von Bargeld setzen.
Diese Aussagen decken sich weitgehend mit einer Studie, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erstellt wurde. Im Mittelpunkt stand das eigene Sparziel. Trotz einer Sparquote von 11,3 Prozent im vergangenen Jahre, damit der höchste Stand seit 15 Jahren, erfüllen die meisten ihr selbst gesetztes Sparziel nicht. Die Lücke beträgt etwa ein Drittel des Sparbetrages. In diesem Zusammenhang wurde auch gefragt, wie die Deutschen sparen. Dabei zeigt sich, dass Geldanlagen, die eine langfristige Bindung voraussetzen, wie zum Beispiel » Festgeld und Sparbriefe, derzeit nicht sonderlich gefragt sind. Wieder ein Pluspunkt für das Tagesgeldkonto.
A. Maßmann
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