Bank of Scotland hebt Tagesgeldzins an
veröffentlicht: 15.07.2010
Manchmal reicht es schon, wenn Konkurrenz den Markt belebt. Das zeigt sich jetzt sehr deutlich beim Tagesgeld. Nachdem GE Capital Direkt mit 2,25 Prozent p.a. und die Ikano Bank mit 2,22 Prozent p.a. (auf einem Kreditkartenkonto bis 100.000 Euro) an den Start gegangen sind und sich damit gleich an die Spitze vieler Tagesgeldvergleiche gesetzt haben, ziehen andere Unternehmen nach. Vielleicht war der Einstieg von General Electric und Ikea in den hart umkämpften Tagesgeldmarkt eine Art Initialzündung. Denn es dauerte nicht lange, bis sich erste Reaktionen zeigten. Die » Bank of Scotland war in dieser Hinsicht sehr schnell. Sie bietet auf ihrem Tagesgeldkonto ab heute wieder 2,10 Prozent im Jahr, damit 0,1 Prozent mehr als bislang. Sie erreicht damit zwar nicht den Zinssatz von GE Capital Direct, hält aber Anschluss an die Spitze.
Das Tagesgeldkonto der Bank of Scotland war im Februar 2010 von der Stiftung Warentest als Testsieger ausgezeichnet worden, unter anderem aufgrund der kundenfreundlichen Konditionen ohne Sternchentexte oder andere Einschränkungen. Diese Vorzüge weist allerdings auch das GE Capital Direct Tagesgeld auf. Auch hier gibt es keine Unterschiede zwischen Neu- und Bestandskunden und wird gänzlich auf Zinsstaffeln verzichtet. Darüber hinaus verzinst der Neuling das Kapital vierteljährlich – was sich auf den Zinseszinseffekt auswirkt – und bietet eine » Einlagensicherung von bis zu 118 Millionen Euro je Kunde. Jetzt darf man gespannt sein, wie es weitergeht und ob auch andere Banken dem Beispiel folgen. Für die Kunden kann es nur von Vorteil sein, dass die Karten neu gemischt wurden.
A. Maßmann
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